Hundeschule des TSV Iserlohn


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Veranstaltungen


Das ist gut für Hund und Herrchen. Die Hundeschule Iserlohn feiert
ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest


Letmathe: Dominic Krämer ist noch verhältnismäßig neu im Geschäft. Früher, als er in einer WG gewohnt hat, war er zwar oft für eine Mitbewohnerin als Hundesitter im Einsatz. So richtig Hundehalter ist er aber erst seit vier Monaten. „Mir hat einfach etwas gefehlt, als ich aus der WG ausgezogen bin“, sagt er über den Wegfall seiner Hundesitter-Aufgaben. Nach reiflicher Überlegung hat er sich dann einen Hund aus dem Tierheim geholt. Lotte heißt der überaus possierliche Terrier-Mix – ein ausgesprochen entspannter und ruhiger Zeitgenosse, mit dem Dominic Krämer keinerlei Probleme hat und sehr glücklich ist.
Aber auch ohne Probleme in der Hundehaltung spielt der 33-Jährige verschärft mit dem Gedanken, einen Kurs in der Hundeschule Iserlohn zu belegen. „Das tut beiden gut“, ist er sich sicher – dem Hund und dem Herrchen. Wie schnell missverstehe man das Tier und deute das Verhalten falsch – die Kommunikation zwischen Hund und Mensch sei nicht ohne, und am Steltenberg, wo die Hundeschule Iserlohn ihre Trainingsplätze hat, könne jeder noch eine Menge lernen.

Spaßhunderennen

Was genau Hund und Halter in der ehrenamtlich betriebenen Einrichtung des Iserlohner Tierschutzvereins lernen können, das konnten die Besucher beim gestrigen Sommerfest erleben. Bei prächtigem Wetter war das Fest bestens besucht, zumal ja auch einiges geboten wurde. Ein Spaßhunderennen zum Beispiel, bei dem nicht nur der schnellste, sondern auch der lustigste Hund prämiert wurde, oder auch der, der die ganze Tiefe des Raumes genutzt hat und die größten Umwege gelaufen ist. Natürlich gab es auch Leckeres vom Grill, Geselligkeit und Austausch unter Hundefreunden sowie eine Verlosung von allen möglichen Utensilien rund um den vierbeinigen Freund, die dem Tierschutzverein gespendet wurden – alles wiederum zur Aufbesserung der Vereinskasse.

20 Jahre Hundeschule

Im Mittelpunkt der Geburtstagsfeier – die Hundeschule wird in diesem Jahr 20 – standen aber vor allem die Vorführungen der Kursgruppen. Longieren, Tricktraining oder auch Obedience, was die perfekte Unterordnung des Hundes meint – ganz ohne Befehle, sondern nur der Körpersprache des Halters folgend. Startet der mit dem rechten Bein, folgt der Hund, startet er mit dem linken Bein, bleibt der Hund ohne weiteren Befehl stehen – nur um ein Beispiel zu nennen.

Dressur nur der Show wegen sei das ganz und gar nicht, sagt Gerd Wittulsky, der seit zweieinhalb Jahren die Hundeschule leitet. Ganz im Gegenteil: „Das ist echte Förderung für die Hunde – Training für den Kopf“. Rund 220 bis 240 Kursteilnehmer hat die Hundeschule Jahr für Jahr. Gleichbleibend konstant, wie Wittulsky sagt. „Dazu sind 15?Hundetrainer und jede Menge verrückter Helfer im Einsatz“, freut sich der Leiter über den großen ehrenamtlichen Rückhalt. Er selbst zählt nicht nur zu den 15 Trainern, sondern auch zu den drei Sachverständigen der Schule. Denn auch das seien wichtige Aufgaben der Einrichtung: Verhaltensprüfungen von Hunden bestimmter und gefährlicher Rassen sowie Sachkundeprüfungen für Halter bescheren der Schule Teilnehmer aus ganz NRW. Und auch bei Bissvorfällen von vermeintlich aggressiven Tieren ist die Expertise gefragt. Wichtig ist den Trainern aber auch die Vermittlung der Tierheimbewohner. „Wir machen auch Trainings mit den Tierheimhunden und ihren Gassigängern, um gerade diese Tiere wieder besser eingliedern zu können.“

Aus WP | 20.08.2018 | Seite 16


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